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9. Schlüsselrisiken: Risiko-Management durch aktive Marken-Führung 

·       Ergebnisse der Studie

56% aller Befragten haben vor, Ressourcen des Risikomanagements bzw. die Investitionen dafür zu erhöhen.

Schlüsselrisiken, die aus Bankensicht zukünftig zu berücksichtigen sind:

Regulierungsänderungen83%
Auftragserfüllung (compliance)79%
Reputationsrisiko46%
 Unpassende Verkäufe/ Beratung38%
Gebührenstruktur/ Preise21%
Kundennähe21%
IT-Risken/ Techn. Fortschritt21%
Andere4%

(Frage an alle Befragten: Welche dieser Schlüsselrisiken werden in drei Jahren in Ihren Managementprozessen berücksichtigt worden sein? – max. 3 Antworten möglich)

 

·       Kommentar aus unserer Markensicht

Die Regulierungsänderungen werden sich auf die Strategie, die Positionierung und das operative Geschäft auswirken. Das Reputationsrisiko ist – zumindest teilweise –die Folge von Fehlentscheidungen und Fehlschlägen im finanziellen oder operativen Geschäft und mangelnder Kundennähe, also das, was die übrigen in der Aufzählung genannten Risiken umfassen.

Eine Bank kann jedes einzelne Schlüsselrisiko sorgfältig minimieren und trotzdem Gefahr laufen, ihrer Reputation zu schaden. Nämlich dann, wenn die Abstimmung zwischen den Einzelaktivitäten nur nach funktionalen und sachlichen Zielen erfolgt und nicht nach einem «Generalplan». Einem, der aus den konkreten Bedürfnissen und Erwartungen der Kundschaft heraus entwickelt wurde und deshalb jegliche Nabelschau von Anfang an vermeidet. Solch ein Generalplan umfasst die methodische Entwicklung eines Marken-Kerns und dessen konsequente, konsistente Umsetzung. Das verstehen wir unter aktivem Marken-Management.

Es ist ein methodischer Prozess, der die speziellen Bedürfnisse und Erwartungen der Bankkunden mit den Vorgaben des Managements zum Marken-Kern verheiratet, sodass dieser zu einer Art Richtschnur für alle Entscheidungen des Managements und alle Massnahmen der Mitarbeitenden wird.

Weil diese Abläufe zum Marken-Kern passen, erlebt die Mehrheit der Bankkundschaft im Kontakt mit der Bank die Marken-Eigenschaften tatsächlich und fühlt sich in der Bankenwahl bestätigt. Und da bereits zu Beginn des Marken-Aufbaus auf Unterschiede zu den Konkurrenten sorgfältig geachtet wird, unterscheidet sich die Bank in der Wahrnehmung der Kundschaft auffallend und wirkungsvoll von den Konkurrenten.

Auf diese Weise reduziert sich nicht nur das Reputationsrisiko. Auch die Fehlertoleranz der Bankkunden und deren Goodwill gegenüber der Bank steigen!

 

Markenrelevante Prozesse sind vernetzt. Wie Sie dabei unsere Erfahrungen für den Erfolg Ihrer Massnahmen nutzen können, besprechen wir gern mit Ihnen.